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Allgäuer Anzeigeblatt

Allgäuer Zeitung

Dienstag, 22. Mai 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
22.02.2012

Die Funken lodern wieder
Die Hex’ wird am kommenden Wochenende verbrannt – heidnisch-germanisches Brauchtum

Oberallgäu (ex).
Jedes Jahr am Funkensonntag, teilweise auch schon am Samstag davor, lodern im Oberallgäu wieder die Funkenfeuer. Groß und Klein zieht es dann magisch zu den fast 30 Metern hohen Gebilden, an deren Ende die Hexe verbrannt wird.

Einen Abend vor dem Funken wird meist durch die Dorfjugend oder Feuerwehr mit dem Aufbau des riesigen Haufens begonnen. Dieser wird auch meistens schwer bewacht, damit ihn niemand vorher anzündet.

Alte Sage

Der kunstvoll aufgeschichtete Holzturm mit dem entasteten Baumstamm, an dessen Ende die Funkenhexe hängt, fasziniert vor allem immer wieder Kinder und Jugendliche. Diese wollen von ihren Eltern wissen, warum die Hex’ da oben verbrannt wird. Nach alten
Sagen sollen die Funkenfeuer die Überreste eines heidnisch-germanischen Brauchtums zur Vertreibung des Winters sein. Bei Anbruch der Dunkelheit wird der Funken angezündet. Erreichen die Flammen des Funken die Hexe, explodiert die laut schallend, was besonders Glück verheißt. Meist gibt es auf dem Festplatz eine Bewirtung, so wie in Oberstdorf an der Alten Walserstraße beim Jauchenkreuz. Alle Termine der Funkenfeuer finden Sie am Samstag in der Tageszeitung „Allgäuer Anzeigeblatt“. Foto: Günter Jansen

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