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Allgäuer Anzeigeblatt

Allgäuer Zeitung

Freitag, 23. Juni 2017
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
03.02.2015

Tipp: Skitour im alpinen Gelände

Tannheimer Tal (ex).
Zwei Spuren im Schnee führ’n herab aus steiler Höh’ … Über den Bergen im Tannheimer Tal wölbt sich ein strahlend blauer Himmel. Knackig kalt ist es in der Früh und im Schatten schimmern die Schneehänge in einer bläulichen Farbe, die Gipfel hingegen im glitzernden Weiß.

In Zöblen, am Rohnenlift, scheiden sich dann die Geis­ter. Denn hier treffen sich sowohl Pistenfahrer, Pistentourengeher, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Wer es gemütlich haben möchte oder wenig Zeit hat, benutzt den Sessellift zur Auffahrt, um die knapp 300 Höhenmeter schnell zu überwinden. Wer ins Schwitzen kommen will, geht mit seinen Tourenski gleich von der Talstation neben der Piste los.
Die meist vorhandene Spur windet sich in vielen kleinen Kehren abschnittsweise recht steil bis zur Bergstation hinauf. Ist dieses erste Stück einmal geschafft, ist man in wenigen Minuten in den Wanderpfad abgebogen, damit dem Pistenrummel entflohen und hat nur noch Augen und Ohren für die Natur. Die trockene Kälte tut gut und die Sinne werden geschärft. So riecht es jetzt auf dem tief verschneiten Wanderpfad intensiv nach Fichtennadeln. Der Weg ins Pontental ist angenehm zu gehen und schon bald lichtet sich auch der Wald um einen herum.
So sind nun zwei der felsigen Berge des Allgäuer Hauptkamms, die Rohnenspitze und der Ponten mit seinen steilen Nordhängen links und rechts von einem Punkt aus zu sehen. Je höher man steigt, desto eindrucksvoller wird die Szenerie. Markant wirken so auch die Grate mit ihren teilweise mächtigen Wechten. Fast zu schnell ist das Ende des Pontentals erreicht. Hier ist die letzte steilere Stufe in die flache Einsattelung zwischen Rohnenspitze und Zirleseck zu erklimmen und geht die Westflanke der Rohnenspitze in weitläufigen Spitzkehren hinauf bis zum breiten Grat. Die Anhöhe lädt zum Verweilen ein, schon allein wegen der großartigen Aussicht auf Gaishorn und Co. Hat man sich sattgesehen, gibt es nun drei Möglichkeiten für den Weiterweg.
1. Ist wenig Zeit vorhanden oder das Wetter macht nicht mit, dann fährt man auf gleichem Weg zurück, wie man gekommen ist. Der schöne Westhang oder bei entsprechendem Schneedeckenaufbau auch die Nordhänge vom Zirleseck, lohnen sich allemal.

Auf dem Grat

2. Zu Fuß hinauf zur Rohnenspitze: Dabei lässt man seine Ski am besten an der kleinen Jagdhütte auf dem Weg zum Gipfel stehen und kommt anschließend hierher zurück. 3. Wer gut auf seinen Skiern steht und der Lawinenlagebericht ist auch im „grünen“ Bereich, nimmt die Ski mit auf die Rohnenspitze. Der Weg zum Gipfel verläuft auf dem Grat und hat im ersten, felsigen Bereich eine kurze Seilversicherung. Hier erfordert der schmale Grat die ganze Aufmerksamkeit beim Gehen, besonders, wenn der Schnee hart und windgepresst ist.
Anschließend folgt noch eine steile Scharte, die aber unkompliziert ist und hinauf auf die 1.990 Meter hohe Rohnenspitze führt. Vom Gipfel hat man ein Panorama, das sich sehen lassen kann und einen Brotzeitplatz, der nicht besser sein könnte. Der Blick geht ins Tannheimer Tal bis hinüber ins Alpenvorland. Auf der anderen Seite sind zig Gipfel der Lechtal Alpen zu sehen. Sind die Kräfte wieder mobilisiert, fährt man die steile, nordseitige Abfahrt nach Zöblen runter, im frischen Pulverschnee ein Traum. Erst schwingt man über freie Hänge, später dann durch Latschen und folgt einer Waldschneise, die auf die Skipiste mündet. Info: Das Zirleseck ist kein wirklich bedeutender Gipfel, sondern eher eine unscheinbare Erhebung zwischen den markanten Bergen des Allgäuer Hauptkamms, dem Ponten im Westen, der Rohnenspitze im Norden und dem Gaishorn im Osten.

Lawinenwarnung

Infos: Skitour Überschreitung Zirleseck 1.827 Meter und Rohnenspitze 1.990 Meter, 910 Höhenmeter. Ausgangspunkt: Talort Zöblen im Tannheimer Tal, Tirol. Parkplatz: Rohnenlift – Charakter: Skitour in alpinem Gelände, Erfahrung und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen notwendig. Diese Internetseiten sind für Skitourengehen und Schneeschuhwanderer unverzichtbar und können auch als Newsletter angefordert werden: www.lawinenwarndienst-bayern.de, www.lawine.tirol.gv.at., www.slf.ch. Ausrüstung: Vollständige Skitourenausrüstung – Gehzeit: 3,30 Stunden (bergauf 2,30 Stunden, bergab 1 Stunde). Verlauf: Parkplatz Rohnenlift, rechtem Pistenrand folgen bis Bergstation (300 Höhenmeter), bei Bergstation links flacher Piste folgen. Nach einem Hochstand am linken Pistenrand zweigt nach rechts (Süden) ein beschilderter Wanderweg ab in Richtung Zirleseck, ins ­Pontental folgen, an dessen Ende links über den Westhang in Spitzkehren, bis zur Einsattelung am Fuß der Rohnen­spitze, über flachen Rücken bis zum kaum ausgeprägten Gipfel, weiter zur Rohnenspitze auf Rücken zurück bis zur Einsattelung und über den ­felsigen Südgrad (teilweise zu Fuß) auf den Gipfel.

Topografische Karte

Abfahrt über die Nordseite der Rohnenspitze: Vom Gipfel nach Osten durch eine Mulde, anschließend über den steilen Nordhand bis zu einer Latsch durchzogenen Stufe (ca. 1.400 Meter Höhe), diese linkshaltend ausweichen und über Piste hinab zum Parkplatz. Karte: 1:50.000 Topografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer ­Alpen. Literatur: Skitourenführer Allgäu von Kristian Rath, Panico Alpinverlag.

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