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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
04.08.2009

Bei der «Hohen Brücke» wird aufs Tempo gedrückt

Einem «Juwel der Baugeschichte» im damals noch jungen Industriezeitalter, wie es ein Bau-Ingenieur mal formulierte, hat nun endgültig das letzte Stündlein geschlagen. Die «Hohe Brücke» im Blaichacher Ortsteil Gunzesried, die als die wohl älteste noch funktionsfähige Stahlbetonbrücke Deutschlands gilt, wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.


In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Blaichach
nach monatelangem Hin und Her mit dem Denkmalamt nun einen
weiteren Mauerstein gesetzt, um das stark
reparaturbedürftige Bauwerk über die Gunzesrieder Ache
zu ersetzen. Mit dem 1,8 Millionen teuren Neubau (samt der Kosten
für eine Behelfsbrücke) wird allerdings erst im
Frühjahr begonnen werden können, nachdem das
Kommunalparlament erst jetzt die Entwurfsplanung passieren lassen
konnte.



Seit dem Jahresbeginn 2008 wird über das jahrzehntelang im
Dornröschenschlaf versunkene Industrie-Denkmal diskutiert:
Erhalt, Sanierung, Abriss, Neubau (wir berichteten). Nachdem nun
der Abrissbescheid des Landratsamts im Rathaus liegt, das
Denkmalamt mit seiner Forderung nach Erhalt der Brücke
unterlag und die Sache auch rechtskräftig ist,



will Bürgermeister Otto Steiger den Übergang über
den tief eingeschnittenen Bergbach zwischen Gunzesried und
Gunzesried-Säge so schnell wie möglich realisieren.
Nicht dass die bisherigen «Wirrungen», so die
Formulierung von Steiger, noch einmal aufleben.



Behelfsbrücke kann bald seinen Ersatzdienst aufnehmen



Immerhin ist die errichtete Behelfsbrücke, die für den
Autoverkehr nötig ist, damit zwischen Abriss und Neubau der
Verkehr fließen kann, nahezu fertig. Wenn die
Vorbereitungsarbeiten für die neue Brücke samt
Förderbescheid reibungslos ablaufen und noch vor dem Winter
die Firmenaufträge rausgehen können, soll im
Frühjahr mit dem Bauen begonnen werden. Auf ein Jahr hat der
Ingenieur, der die Gemeinde berät, die Bauzeit kalkuliert.
Die Gemeinde selbst muss sich auf einen Eigenanteil von rund
800000 Euro einstellen.



Schautafel soll an «Juwel der Baugeschichte» erinnern



Immerhin auf Schautafeln soll das Stahlbeton-Meisterwerk aus dem
Jahr 1901 überleben. Irgendwo bei der neuen Brücke soll
daran erinnert werden, dass hier mal ein «Juwel der
Baugeschichte» im Verborgenen glänzte.

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