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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
15.10.2009

Gunzesried wird jetzt das Drei-Brücken-Dorf

Einen allerletzten Dienst dürfen die von allen Überbauungen befreiten Träger von Deutschlands wahrscheinlich ältester Stahlbetonbrücke noch leisten. Die aus dem Jahr 1901 stammenden Brückenpfeiler werden quasi als Gerüst eingesetzt, wenn sich Ingenieure und Bauarbeiter an den Neubau der Brücke über die Gunzesrieder Ach machen. Das soll zwischen dem Blaichacher Ortsteil Gunzesried und der Fraktion Gunzesried-Säge im kommenden Jahr geschehen. Solange muss eine Behelfsbrücke das Straßenverbindungs-Glied halten. Denn die jetzige «Hohe Brücke» über den tief eingeschnittenen Tobel ist nicht mehr tragfähig. Nur noch Fußgänger und Radler dürfen drüber.


«Was lange währt, wird endlich gut», atmete
Bürgermeister Otto Steiger durch, als er nun im Beisein der
bauausführenden einheimischen Firma das Provisorium
offiziell freigab. Seit dem Jahresbeginn 2008 wird über das
jahrzehntelang im Dornröschenschlaf versunkene
Industrie-Denkmal diskutiert: Erhalt, Sanierung, Abriss, Neubau
(wir berichteten). Doch schon vor Wochen traf der Abrissbescheid
ein. Das Denkmalamt unterlag mit seiner Forderung nach dem Erhalt
der alten Bergbach-Überquerung.



Im Herbst 2010 fertig?



Allein eine Viertelmillion hat die Behelfsbrücke gekostet.
Sie ist nötig, damit der Autoverkehr auch in der Zeit
zwischen Abriss und Neubau der «Hohen Brücke»
fließen kann. Es ist die schwierige Topografie des
Geländes, die es erforderlich macht, vorübergehend
quasi mit drei Brücken in Gunzesried zu arbeiten.



Die Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro für den Neubau samt
Behelf zeigen das an. Dennoch hofft Rathaus-Chef Steiger, bereits
im Herbst nächsten Jahres auf dem neuen Übergang stehen
zu können.



Über den Behelf mit der Breite von drei Meter passt so
gerade der Linienbus, wie sich die Beteiligten an der
Baustellen-Besichtigung selbst überzeugen konnten. Es
versteht sich von selbst, dass das Provisorium nur einspurig
befahren werden kann, und dann auch nur mit
Schrittgeschwindigkeit.

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